GPS-Monitoring Bergbahn Moosfluh

Überwachung einer permanenten Geländeverschiebung mit Lowcost-GPS

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Beim Bau der neuen Seilbahn von der Riederalp auf die Moosfluh musste die Bauweise den geologisch labilen Geländeverhältnissen im Bereich der Bergstation angepasst werden. Durch den Rückzug des Aletschgletschers bewegt sich eine 150 Mio. Kubikmeter grosse Fels- und Erdmasse (viermal mehr als beim Bergsturz Goldau!) stetig in Richtung des Gletschers. Geodätische Vermessungen, die Auswertung von Satellitendaten und geologische Feldaufnahmen ermöglichten es, die Geländeverschiebungen im Bereich der Bergstation sowie der Stützen 16 und 15 über die erwünschte Lebensdauer der neuen Bahn zu prognostizieren: Demnach war zum Zeitpunkt des Baus in den kommenden 25 Jahren mit einer horizontalen Verschiebung von 11 m und einer Setzung von 9 m zu rechnen.

Die Fundation von Bergstation und letzter Stütze sind so konzipiert, dass sie mit der Sackungsmasse bis 11 m in nordwestliche Richtung wandern kann. Durch hydraulische Pressen können Verkippungen der Bergstation automatisch korrigiert werden.

GPS-Messungen bei der Bergstation und auf der Stütze 15 erlauben die permanente Kontrolle der Lage und Höhe der Bergbahn-Infrastruktur.

Im Oktober 2016 kam es zu einer unerwarteten Beschleunigung der Geländebewegungen. Verschiedene nationale und lokale Medien berichteten über dieses Naturphänomen:

14.07.2017: Bericht "Die Moosfluh kommt nicht zur Ruhe" im Regionaljournal des Schweizer Radio und Fernsehen SRF

12.10.2016: Bericht "Der Berg bewegt sich – und zwar rasant" im Schweizer Radio und Fernsehen SRF

2016/2017: Div. Artikel in der Regionalzeitung "Walliser Bote"

Leistungen

  • Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von 3 Lowcost-GPS-Sensoren mit unserem lokalen Monitoringpartner PLANAX AG.
  • Automatische Überwachung im 1h-Rhythmus der Bergstation und der Stütze 15 bezüglich der Referenzstation bei der Mittelstation.
  • Online-Zugriff auf die aktuellen Messwerte auf dem web-basierten, passwortgeschützten Kundenportal.

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